Liebe Mmabana-Freunde und –Förderer,

 

Bergfest haben wir bereits hinter uns, ist das nicht unglaublich? Chabota und ich sind vor ein paar Tagen von unserer Südafrika-Reise zurückgekommen. Wir haben viel erlebt und ganz besonders einschneidend war der Kulturschock, den wir bei unserer Ankunft hatten. Da stehen wir plötzlich in Johannesburg auf einem riesigen modernen Flughafen, steigen dort in das Auto eines anderen Freiwilligen und fahren auf perfekt geteerten Straßen mit mehreren Spuren, schön aufgemalt und Seitenstreifen und Leitplanke. Kulturschock! Aber gut, von irgendwoher kannte man es doch, also haben wir uns schnell gut angepasst.

Man möchte natürlich nichts nicht gesehen haben, aber, dass man nicht alles sehen kann, weiß auch jeder. Also reisten wir von Joburg nach Vanderbeljpark, nach Soweto und wieder nach Joburg. Dort haben wir Weihnachten mit 10 anderen Freiwilligen gefeiert und sind im Anschluss weiter nach Kapstadt. Joa, das dauert schon so seine 18 Stunden mit dem Bus, die es sich aber auch lohnt, wenn man sich dann in dem amazing Cape Town wiederfindet. Von dort ging es nach einer riesigen Silvester-Party an der Waterfront weiter zum Kailager. Das Youth Camp, was von mehreren Gemeinden in und um Johannesburg organisiert wird, hat Eindruck geschindet bei uns. Morgens setzt man sich für eine halbe Stunde an den Rocky Beach für Quiet Time. Hierzu wird ein Bibelvers vorgegeben, über den man ein bisschen nachdenkt und sich dann Zeit für sich zum Beten und Kontakt aufnehmen mit Gott nimmt.

Am Vormittag steht Worship auf dem Plan, am Nachmittag jede Menge Spiele und am Abend wieder Worship. Hier haben wir einige Lieder und Spiele gelernt, die wir bereits für unser Repertoire in Mmabana auf genommen haben. Zum Kailager sind schon immer die Freiwilligen von Mmabana gegangen und haben sich neue Ideen und Eindrücke holen können. Vom Kailager ging es weiter nach Rorke’s Drift, ein kleines Zulu-Dorf im Nowhere und dann nach Winterton in die Drakensberge. Für Frederik folgte noch eine Woche in Durban und für mich eine in Joburg. Nach dem Zwischenseminar, das in unserer sechsten Woche in Südafrika war, sind wir dann endlich wieder auf sambischem Boden gelandet.

Es hat sich angefühlt, wie Zuhause ankommen! Man kennt die Straßen, die Läden, die Leute. Man weiß, wie man sich hier verhält. Das fühlt sich super an!

 

Als wir dann gleich erstmal zu Mmabana gegangen sind, um Hallo zu sagen, hatten sich die Dinge geändert. Things have changed!

Es gibt jetzt nur noch ein Haus für Mmabana, dafür wird alles an einem Ort stattfinden. Frederik und ich leben jetzt also hier mit im Haus.

Reading & Writing Club findet ab sofort Mittwochs und Freitags statt, weil Montags, Dienstags und Donnerstags der Computer Course im selben Raum ist. Ein kleines Haus auf dem Vorplatz ist geplant, um mehr Raum zu schaffen.

Aber nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Aufgaben haben wir neu aufgeteilt. Da Mr. Lweendo jetzt der Programs Coordinator ist, brauchen wir keine Coordinators für die einzelnen Programme mehr. Für die anderen Programme gibt es je einen Project Leader, einen Leader und weitere Co-Leaders. Project Leader ist Faith für die OVC-Programme und Emmanuel für die Youth-Programme. Für Kids Club und Reading & Writing Club ist Evelyn Leader, für Education Support, After School Club und Youth Club bin ich es. Co-Leader für Education Support und After School Club ist Evelyn, für Kids Club sind es Alice und ich, ich bin es auch für Reading & Writing Club. Und für Youth Club sind Alice und Frederik Co-Leader. Frederik ist natürlich weiterhin auch Computer Course facilitator und Sports coach.

 

Für den Kids Club haben wir zum Glück den Schulhof der Shampande Basic School dieses Jahr wieder bekommen, allerdings sollen wir in den nächsten Wochen ID-Cards für unsere Kids Club Kids anfertigen, um sie besser kontrollieren zu können, damit an der Schule nichts kaputtgehen kann und die Kinder alle unsere Aufmerksamkeit bekommen.

Damit haben wir letzten Sonntag schon begonnen. Da war nämlich zum ersten Mal Kids Club in diesem Jahr und seit unserer langen Pause. Es war schön zu sehen, dass so viele Kinder wieder gekommen sind und „Mmabana Mmabana“ gerufen haben, also sie uns schon am Schultor erwarteten.

 

Jetzt ist mir gerade noch aufgefallen, dass ich im letzten Post versprochen habe, von unserer Youth Night zu berichten. Das will ich also auch tun! Unsere White-Shirt-Party war supertoll und hat ziemlich viel positives Feedback von den Youths bekommen. Wir hatten Spaß und haben uns nicht nur die Füße wund getanzt, sondern auch die Bäuche kaputt gelacht. Mit cooler Musik, Acts like Gospelhiphop und einem sehr einflussreichen Motivationtalk von Godfrey, der uns gleichzeitig auch die Wahnsinnsnachricht von seiner Verlobung mit unserer Chefin Nosiku mitgeteilt hat. Der Abend war ein Erfolg und hat uns motiviert, mit dem Thema Youth Night am Ball zu bleiben.

 

Wir freuen uns auf schöne und wichtige neue Erfahrungen und Herausforderungen im Jahr 2014. Auch, wenn es schon etwas spät dafür ist, allen ein gesegnetes Neues Jahr.

God will bless you and guide you through this year. He will be there to listen to our prayers and to protect all our Mmabana children, all our Youths and all of us.

 

Mit Choma-Rain-Season-Greetings

 

Chabo and Lulu